Ein neuer Band der Erstlesereihe für Fortgeschrittene „Leos wilde Abenteuer“ aus dem Südpol Verlag ist am Start. Nachdem Leo bereits im Dino-Alarm war und das Käfer-Chaos überlebt hat, ist er nun im „Mond-Fieber“. Ohh ja. Es geht zum Mond. Wer die Reihe von Autor Andreas Völlinger bereits kennt, der weiß, dass Erfinder-Tante-Agnetha zu allem bereit und fähig ist.Das Buch punktet mit einfach formulierten Texten, kurzen Kapiteln und großer Schrift – sowie mit den absolut witzigen Illustrationen von David Füleki, die den Lesespaß gleich noch steigern. Im Hardcover mit passend gestaltetem Vorsatzpapier darf ein schön übersichtliches Inhaltsverzeichnis und eine Übersicht zu den wichtigsten Protagonist*innen nicht fehlen. So kann man auch quer in die Reihe einsteigen.Leo ist völlig aufgeregt auf dem Weg zu seiner Tante, denn er hatte Geburtstag und nun soll er noch ihr Geschenk bekommen. Haushaltsroboter Albert versucht vergebens, Leo davon abzuhalten in den Garten zu laufen. Er soll im Haus warten, denn Tante Agnetha baut draußen noch am Geschenk. Doch Leo entwischt Albert. Herrlich witzig diese Szene und die Dialoge. Denn Albert kann als Roboter nicht lügen. Er ist in diesem Band mein heimlicher Star, einfach zum Piepen dieser Roboter und die Situationskomik, die sich aus dem Umgang mit ihm ergibt.So, nun aber zurück zur Geschichte. Das riesige Etwas im Garten ist gar nicht das Geschenk, sondern das, was Tante Agnetha braucht, um Leo ein Geschenk zu machen: es ist ein Raumschiff und damit soll es zum Mond gehen, denn Leo wollte schon immer auf dem Mond spazieren gehen.Dann geht es los, das verrückte Mond-Abenteuer und neben super aufregenden und spannenden Momenten, wird es natürlich auch brenzlig und fast lebensgefährlich. Nebenher erfahren die jungen Leser*innen noch einiges Wissenswertes über die erste Mondlandung und spätere Mondmissionen. Warum Albert Mond-Fieber bekommt, ein Buch zur Rettung beiträgt und welche Rolle Katze Katinka in diesem Band spielt, das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch selbst lest.Der Textumfang ist schon recht hoch für ein Erstlesebuch. Ich würde es ab Ende Klasse 2 empfehlen. Wie schon beim „Käfer-Chaos“ hatte ich selbst ganz viel Spaß beim Lesen. Die Geschichte lebt von lustigen und schlagfertigen Dialogen und den tollen Illustrationen, die den jeweiligen Moment sehr schön inszenieren.Haushaltsroboter Albert ist einfach genial komisch, die kratzbürstige Katinka eine sehr „charakterstarke“ Katze. Das Duo aus Tante und Neffe ist herrlich erfrischend. Und nebenher gibt es noch gut verdauliche Wissenshäppchen.„Leos wilde Abenteuer – Mond-Fieber“ hat mich wieder sehr gut unterhalten und ich finde die Reihe super für den Übergang von Erstlesebüchern zu „richtigen“ Romanen. Außerdem kann man Punkte bei Antolin sammeln. Jungen und Mädchen werden sich gleichermaßen von der Story angesprochen fühlen.Ich empfehle „Mond-Fieber“ sehr gern weiter.